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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Optimales Prozessmanagement im Bauwesen

Facility Management: Baurevision » Revision » Prozess zur Errichtung eines Bauwerks » Prozessmanagement

Das Prozessmanagement ist ein entscheidender Bestandteil des Prozesses zur Errichtung eines Bauwerks, der eine präzise Planung und Koordination erfordert.

Das Prozessmanagement ist ein entscheidender Bestandteil des Prozesses zur Errichtung eines Bauwerks, der eine präzise Planung und Koordination erfordert.

Ein gut strukturiertes Prozessmanagement kann dazu beitragen, den gesamten Prozess zu optimieren und potenzielle Risiken und Verzögerungen zu minimieren. Es ist wichtig, dass Unternehmen bei der Planung und Umsetzung des Prozessmanagements alle relevanten Faktoren berücksichtigen, wie zum Beispiel Budget, Zeitplan, Ressourcen und Compliance.

Effizienzsteigerung im Bauprozess durch Prozessmanagement

Prozessmanagement

Stadtkonstruktion in Phasen

Prozessoptimierung spart Zeit und Kosten durch gezielte Analyse

Ein Prozess ist die Gesamtheit miteinander verknüpfter aufeinander abgestimmter Tätigkeiten, Aufgaben und Abläufe, die über einen bestimmten Zeitraum ausgeführt werden, mit dem Ziel einen Input (eine Eingabe oder Auslöser in Form von Personal, Material oder Information) in einen Output (eine Ausgabe oder Ergebnis in Form von einem Produkt oder Dienstleistung) zu verwandeln. Prozesse haben einen eindeutigen Anfang und ein definiertes Ende, sind inhaltlich abgeschlossen und in ihrer Gesamtheit steuerbar und beschreibbar.

Prozesse müssen von Aufgaben oder Projekten abgegrenzt werden. Unter Aufgaben versteht man entweder die Ausführung einer Einzeltätigkeit, die keinem Prozess zugeordnet ist oder die grundsätzliche Verantwortung für einen Themenbereich. Projekte sind in der Regel sehr umfangreich und werden einmalig ausgeführt. Prozesse dagegen können in derselben Art und Weise, mit demselben Ergebnis wiederholt werden.

Prozesse, die in einem Unternehmen oder einer Organisation ablaufen mit dem Ziel die Unternehmens- und Qualitätsziele zu erfüllen, sind Geschäftsprozesse. Geschäftsprozesse verbinden Arbeits- und Produktionsprozesse aus verschiedenen Abteilungen und dienen dem eigentlichen Geschäftszweck.

Am Anfang und am Ende von Geschäftsprozessen stehen in der Regel Kunden oder andere Unternehmensbeteiligte, die bestimmte Erwartungen und Anforderungen an den Geschäftsprozess haben. Unternehmen, die die Erreichung ihrer Ziele mit Geschäftsprozessen organisieren, zeugen von einer hohen Standardisierung und Transparenz der Abläufe in ihrem Unternehmen.

Geschäftsprozesse sind abteilungs- und hierarchieübergreifend organisiert. Geschäftsprozesse beeinflussen das qualitative Ergebnis des Unternehmens, die Wirtschaftlichkeit, die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Kosten- und Zeitfaktoren. Damit ein Unternehmen erfolgreich sein kann, muss daher das Zusammenspiel einzelner Geschäftsprozesse und Prozessschritte perfekt aufeinander abgestimmt sein. Dazu bedarf es einer gesamtunternehmerischen Verantwortung der Unternehmensführung in Form eines Prozessmanagements zur Planung, Steuerung und Überwachung von Geschäftsprozessen.

Die Implementierung eines Prozessmanagements erlaubt das zielorientierte Organisieren und Steuern von Geschäftsprozessen zum Erreichen und Optimieren der Unternehmens- und Qualitätsziele.

Das Prozessmanagement kann dazu beitragen

  • Unternehmens- und Qualitätsziele besser und schneller zu erreichen,

  • die Effizienz, Transparenz, Flexibilität und Qualität zu erhöhen,

  • Kosten und Zeit zu reduzieren,

  • sich auf die Anforderungen der Kunden einzustellen und diese besser zu erfüllen,

  • neue Geschäftsmodelle zu erschließen,

  • Geschäftsprozesse effektiv und effizient zu organisieren und zu optimieren sowie

  • externe Rechtsnonnen sowie interne Regeln, Anordnungen und Anweisungen einzuhalten.

DIN ISO 9000: Qualitätssicherung im Bauprozessmanagement

Die DIN ISO 9000 ist eine internationale Normenreihe, welche die Grundsätze für Maßnahmen der Unternehmen zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems darstellt. Sie fördert die Wahl eines prozessorientierten Ansatzes für die Entwicklung, Verwirklichung und Verbesserung der Wirksamkeit eines Qualitätsmanagementsystems. Die Normen beschreiben die Grundlagen und die Terminologie für Qualitätsmanagementsysteme, legen die Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme fest und stellen einen Leitfaden für Wirksamkeit und Effizienz zur Verfügung.

Die DIN EN ISO 9000 geht davon aus, dass ein Unternehmen aus sich gegenseitig beeinflussenden Geschäftsprozessen besteht und hat für die Steuerung ein prozessorientiertes Modell aufgestellt, welches auf der PDCA-Methode von Edward Deming basiert. PDCA steht für Plan-Do-Check-Act oder auch Planen-Durchführen-Prüfen-Handeln.

Unter „Planen“ versteht die PDCA-Methode das Festlegen von Prozessen, die in Übereinstimmung mit der Qualitätspolitik und den Qualitätszielen des Unternehmens stehen. Der Schritt „Durchführen“ beinhaltet das eigentliche Umsetzen der Prozesse.

Die Prozesse und daraus entstandenen Produkte werden im Schritt „Prüfen“ anhand der Qualitätsziele überprüft und überwacht. Im Schritt „Handeln“ werden anhand der Prüfergebnisse Maßnahmen zur Verbesserung und Optimierung vorgenommen.

Die Norm zielt darauf ab, Unternehmen anzuleiten prozessorientierte Qualitätsmanagementsysteme zu implementieren. Die an den Unternehmenszielen, der Qualitätspolitik und den Qualitätszielen ausgerichteten Geschäftsprozesse wiederum werden mithilfe eines Prozessmanagementsystems organisiert, gesteuert, bewertet und optimiert.

Dafür stehen den Unternehmen zahlreiche und vielfältige Methoden, Tools und Modelle zur Verfügung, von denen an dieser Stelle nur ein paar wenige genannt werden können:

  • KAIZEN - systematische Lernprozesse mit kollektivem Vorgehen,

  • KVP - kontinuierlicher Verbesserungsprozess,

  • Benchmarking - vergleich eigener Kennzahlen mit denen von Mitbewerbern,

  • Lean Management,

  • Change-Management,

  • Total-Quality-Management (TQM) - Reduzierung von Durchlaufzeiten bei gleichzeitiger Berücksichtigung Qualitätsstandards,

  • Prozesskostenrechnung (PKR),

  • Prozessreifegradanalyse,

  • Risikomöglichkeitsanalyse (RMEA),

  • SWOT-Analyse - Strengths, Weakness, Opportunities, Threads - Stärken, Schwächen,

  • Chancen, Risiken,

  • MITO - Management, Input, Transformation, Output-Analyse,

  • Business Process Reengineering,

  • Customer-Relationship-Management,

  • Risikoanalyse.

Diese und zahlreiche weitere Methoden kommen in allen Bereichen des Prozessmanagements zum Einsatz. Alle Methoden haben dabei den Zweck:

  • Prozesse zu optimieren sowie effektiver und effizienter zu gestalten, um Kosten zu minimieren,

  • Prozesse zu verknüpfen und zu synchronisieren, um Ausführungszeiten zu verkürzen

  • die Qualität des Outputs von Prozessen zu verbessern,

  • Abläufe und Tätigkeiten zu automatisieren und zu standardisieren, um Fehler zu vermeiden, Kosten zu senken und Zeiten zu verkürzen,

  • Potenzial zum Outsourcen von Prozessen zu identifizieren, um sich als Unternehmen besser auf Kernkompetenzen zu konzentrieren.